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profil
Das Ensemble metafora bringt durch die geographische Herkunft seiner Mitglieder (Belgien, Deutschland, England, Luxemburg, Rumänien) ein neues Europa zum klingen. Das Repertoire des Ensembles schafft einzigartige Klangeindrücke, indem Musikstücke aus verschiedenen Zeiten an einem Ort erklingen, was unvermutete Quer- verbindungen und intensive Hörerlebnisse entstehen lässt. So eröffnet beispielsweise der Zusammenklang von barocker Zuversicht und Musik aus dem 20. Jahrhundert einen innovativen Klangkörper. Verstärkt wird dies durch die ungewöhnliche Zusammensetzung des Quartetts aus Flöte, Geige, Violoncello und Piano. Diese Formation geht zurück auf die barocken Triosonaten mit basso continuo, die damals sehr beliebt waren. Zeitgenössische Kompositionen greifen dieses lange vergessene Zusammenspiel neu auf.
Das Ensemble hat es sich auch zur Aufgabe gemacht, Musik und Lyrik in ein musikalisch-poetisches Gespräch zu bringen, um so weite Dimensionen von Klang zu öffnen. Die dichte Komposition von musikalischen und literarischen Werken schafft bedeutungsweite Räume, in denen Töne, Worte und Klänge miteinander und mit den Zuhörenden kommunizieren.
Um diese Zusammenfügungen zum Ausdruck zu bringen, gab sich das Ensemble den Namen ‚ensemble metafora’. Das Wort ‚metafora’ geht auf das griechische ‚metaphorein’ zurück, das ‚anderswohin tragen’ bedeutet. Metafora (ital., span.), metaphora (griech.), Metapher (dt.), image (frz.), metaphor (engl.) bezeichnet ein poetisches Sprachbild, das entsteht, wenn ein Wort aus einem Bedeutungsbereich mit einem Wort aus einem anderen zusammen gebracht wird. Auf die Musik übertragen entsteht so ein Klangbild, das neue auditive Wahrnehmungen ermöglicht.
Im heutigen Griechenland werden die öffentlichen Verkehrsmittel metaphora genannt. Sie bringen Menschen von einem Ort zum anderen und lassen Begegnungen entstehen. Auch Musik und Lyrik können solche Verbindungen sein und Menschen zueinander tragen – über die Grenzen zwischen den Zeiten und Orten hinweg zu einem neuen Europa.
Kontakt: Nadine Eder Email: info[at]nadine-eder.eu
Mitglieder des ensemble metafora
Nadine Eder, Querflöte und musikalische Konzeption – Borbála Janitsek, Violoncello – Paul Rhodes, Klavier – Jehanne Strepenne, Violine – Ulrike Bail, literarische Konzeption und Rezitation
Nadine Eder, Querflöte

Nadine Eder studierte Querflöte am Konservatorium Luxemburg, am Königlichen Konservatorium Mons (Belgien) bei Prof. André Noiret und Vincent Cortvrint, sowie an der Hochschule für Musik Köln (Deutschland) in der Klasse von Prof. Robert Winn und Thaddeus Watson. Weitere Impulse erhielt sie bei Meisterkursen mit Aurèle Nicolet, Patrick Gallois, Philippe Bernold u.a..
Von 1992 bis 2000 war sie Mitglied im "European Union Youth Orchestra", Soloflötistin der "Schleswig-Holstein Orchesterakademie" und der "Académie de l’Ensemble Intercontemporain" in Paris. Sie spielte unter namhaften Dirigenten wie Bernard Haitink, Mstislaw Rostropovitsch, Vladimir Ashkenazy, Sir Colin Davis, Edo de Waart, David Robertson, Dmitrij Kitajenko, Donald Runnicles und Peter Ruzicka.
Sie ist Mitglied des Ensembles für zeitgenössische Musik "Luxembourg Sinfonietta" und des Kammer- orchesters "Estro Armonico". Als Solistin und Kammer- musikerin gibt sie Konzerte in Europa, China und Südamerika.
2008 gründete Nadine Eder das "ensemble metafora". Schwerpunkt des Ensembles ist die Verbindung von zeitge- nössischer Musik mit Literatur und Lyrik. In Zusammenarbeit mit der Autorin und Theologin Dr. Ulrike Bail entstanden so mehrere Projekte.
Nadine Eder unterrichtet Querflöte und Kammermusik an der Musikschule Echternach, Luxemburg. Von 2009 bis 2010 war sie Präsidentin der LGNM,"Luxemburger Gesell- schaft für Neue Musik".
Borbála Janitsek, Violoncello
Borbála Janitsek entdeckte dank ihres musikalischen Elternhauses schon als Kind die Welt der Musik. Sie studierte Cello an der Musikakademie Gheorge Dima bei Prof. Ilse Herbert und war Mitglied im Philharmonischen Orchester von Cluj/Rumänien. Sie perfektionierte ihr Spiel am Musikkonservatorium der Stadt Luxemburg bei Prof. Claude Giampellegrini und am Musikkonservatorium in Maastricht bei Prof. Mirel Lancovici.
Borbála Janitsek nahm an Meisterkursen renommierter Cellisten teil wie Reiner Zipperling, Claus Kanngiesser, Michel Strauß, Yvonne Timoianu, Xaver Philips und Diana Ligeti. Sie war 2000 und 2002 Mitglied im Kammer- ensemble des Echternacher Festivals. An der Bach- akademie nahm sie zwei Jahre lang teil.
Sie ist Mitglied des Ensembles für zeitgenössige Musik "Luxembourg Sinfonietta", des Orchesters der Lehrkräfte des Musikkonservatoriums der Stadt Luxemburg und des Kammerorchesters "Estro Armonico". Als Solistin und Kammermusikerin gibt sie Konzerte im In-und Ausland.
Jehanne Strepenne, Violine
Jehanne Stepenne begann bei Jacqueline Zimmer und André Cornet Geige spielen. Ab 1999 studierte sie Violine am Musikkonservatorium in Metz und Paris bei Prof. Miroslav Roussine, von 2001-2007 am Musik- konservatorium in Moskau bei Prof. Igor Frolov, von 2007-2009 bei Anna Netcheporok in Lübeck, Deutschland und am Musikkonservatorium in Mons, Belgien bei Daniel Rubenstein.
Sie perfektionierte ihr Spiel in Meisterklassen bei J.P. Wallez, J.Lenert, S.Kravtchenko, Ph.Koch, N.Lominadze, Jaap Schroeder, Jerrold Rubenstein, Joshua Epstein und wurde bei mehreren Wettbewerben ausgezeichnet (Jeune Musicien, Belgique, 1998 ; Axion Classics, Belgique, 1998 ; Albert Lebrun, France, 1998 ; Open Europe Festival Competition, Moscou, 2005).
Zurzeit unterrichtet Jehanne Strepenne an der Musikschule Longwy (Frankreich) und an der Privatschule „Les petits violons“ in Ethe (Belgien). Sie ist Mitglied des Ensembles für zeitgenössige Musik "Luxembourg Sinfonietta", des Kammerorchesters "Estro Armonico" und Konzert- meisterin des neugegründeten „Orchestre Philharmonique Transfrontalier“. Als Solistin und Kammermusiker gibt sie Konzerte im In-und Ausland.
Paul Rhodes, Klavier
Seit seiner Kindheit studierte Paul Rhodes Klavier bei Prof. Wight Henderson an der Royal Shottish Academy of Musik. Nach Kompositionsstudien bei Kenneth Leighton an der Universität von Edinbourg, setzte er seine Klavier-Studium bei Marjorie Hazlehust am Musikkonservatorium in Birmingham und bei Hamish Milne in London fort. Er perfektionierte sein Spiel in Meisterkursen bei Louis Kentner, Vlado Perlemuter und Mitsuko Uchida.
Paul Rhodes wohnt gegenwärtig in Luxemburg, wo er mit den ansässigen Musikern und Ensembles zusammen- arbeitet. Weiterhin tritt er regelmäßig in England mit Solisten des Philharmonia Orchesters und anderer Orchester Londons auf. Als Klavierbegleitung ist er sehr gefragt und er arbeitete mit den Sängern des Gabrieli Consort und der The Sixteen. In der Kritik eines Konzerts in London wurde er „als vorbildlicher Begleiter, der mit solcher Sensibilität spielt, dass der Sänger glänzen kann, während er umfassend musikalisch unterstützt wird“, bezeichnet.
Seit mehr als vier Jahren spielt Paul Phodes im Duo mit dem Flötisten Kenneth Smith. Zusammen haben sie acht CD eingespielt. In den Besprechungen ihrer letzten Aufnahmen beschrieb die Zeitschrift der britischen Flötengesellschaft Paul Rhodes als „einen hervor- ragenden Pianisten, unterstützend wie ebenbürtig“ und als „den perfekten Kammermusikpartner“.
Ulrike Bail, literarische Konzeption und Rezitation

Studium der Germanistik und Evangelischen Theologie in Tübingen, Promotion und Habilitation an der Ruhr-Universität in Bochum. Zur Zeit freiberufliche Theologin und Autorin. Zahlreiche wissenschaftliche und literarische Veröffentlichungen in Zeitschriften, Anthologien und im Internet. Mehrere Auszeichnungen, zuletzt der Gottespoetinnenpreis für die Psalmenübersetzung in der ‚Bibel in gerechter Sprache’ (2007) und der Literaturpreis der Gesellschaft für Osteuropa-Förderung (2008)
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